TörnUpdate aus Mariehamn

am 27.07.2019 / in Allgemein
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Zu allererst möchte ich mich im Namen der Technik dafür entschuldigen, dass es gestern keinen Blogeintrag gab, denn ich hatte einen sehr ausführlichen Bericht fertig, bevor ich auf einen Button der halbfertigen App kam, der keine Funktion hatte, was die App zum Abstürzen brachte, woraufhin alles weg war. Dennoch nahm ich mir die Zeit, den Bericht noch einmal runterzubrechen und ihn neu zu schreiben.
Irgendwann verabschiedete sich mein Handyakku vorzeitig, weshalb dieser Bericht auch verschwand. Ich habe es also zwei Mal bis zu dem Abschlussatz gebracht, doch konnte es nicht abschicken.
Nach 2 Stunden Informationsfindung und Schreiben und reichlich Frustration war es mir dann genug, obwohl es ein essentieller Bericht für den kommenden Törn gewesen wäre.
Im Nachhinein lässt sich allerdings sagen, dass der Crewwechsel nach Absprache mit allen Beteiligten ausgefallen ist und wir gestern noch in Degerby lagen. Mariehamn haben wir heute mit einem Tag Verspätung nach dem eigentlichen Törnplan erreicht, da man die Strecke nach Stockholm auch innerhalb von zwei Tagen gestalten könnte.
Der ausgefallene Crewwechsel betrifft nur eine Person, die bis Mittwoch an Bord bleibt, um dann mit einer Fähre weiter nach Stockholm zu fahren, damit sie nach Hause kommt.
Sowohl gestern wie auch heute legten wir zeitig um 9 Uhr ab und konnten einen großen Teil der Strecke segeln.
In einer Böe stellte ich gestern den Tagesgeschwindigkeitsrekord von 7 Knoten auf, den ich heute innerhalb der fünf Minuten erreichte, die ich heute nach dem Wacheplan segeln konnte.
Gestern lagen wir in einem Hafen, der mal wieder nur aus einem Steg bestand, doch dieses Mal wurde er durch einen Fähranleger ergänzt, der auch bis tief in die Nacht geschäftlich benutzt wurde.
Es war der erste Hafen mit einem Dorf von etwa 600 Personen, die auch im Winter dort wohnen, seit wir Helsinki verlassen hatten.
Mariehamn übertrifft dies sogar noch.
Wir liegen neben der „Pommern“, einem der letzten Schiffe der über 200 Schiffe großen Flotte der P-Linern der hamburger Familie Laeisz.
Außerdem ist in der Nähe der Anleger für die Fähren aus Stockholm und Helsinki, die hier rege ein- und ausfahren. Wir beobachteten sogar einmal drei dieser Riesenpötte, wie sie sich die Hafeneinfahrt teilten und dies sogar ohne Havarie meisterten.
Der Proviantplan, den wir am Anfang der Woche angelegt haben, ging wunderbar auf. Es blieb kaum etwas übrig. Zum Glück lag in Degerby ein Supermarkt direkt neben dem Hafen. Sobald wir neuen Proviant gebunkert hatten, löste sich auch das Problem mit der Schlagseite, wenn wir im Salon versammelt waren.
Weiter ging es mit dem Bunkern, als wir heute in Mariehamn ankamen. Diesel wurde nachgebunkert und Unerwünschtes abgesaugt.
Nun versuchen wir in der windgeschützten Bucht nicht vor Hitze umzukommen und genießen die Vorzüge einer Zivilisation.
Wir wünschen wieder mal einen schönen Abend und ein herzliches Ahoi!

Thore Lorenzen



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