Der Kampf nach Süden

auf am 14.08.2019 / in Allgemein
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Inzwischen hat es einen (teilweisen) Crew Wechsel und einen Skipperwechsel gegeben. Mara ist mittlerweile wieder wohlbehalten in Neustadt angekommen, Olaf hat übernommen. Hier sein Bericht seit Samstag, 10.08.2019:
Foto:Marinetraffic.com
Tag 1: 10.08 Kalmården, Sandviken
Der Tag heute ist dem Crew-Wechsel gewidmet, die einzige nautisch nennenswerte Herausforderung besteht darin, das Schiff von der Luv-Seite des Stegs nach Lee zu verholen, um Schiff und Fender in diesem Hafen etwas zu entlasten. 25kn Böen vierkant von der Seite und 50 cm Schwell auf der Außenposition sind auf Dauer nicht schön. Gut, dass wir heute im Hafen bleiben können. Wir doppeln die Leinen noch einmal auf, da die 3m-Linie quasi direkt neben dem Schiff verläuft. Dazu zählt auch ein pfiffiger leinenbasierter Ruckdämpfer den die Crew aus ein paar Häkelmaschen konstruiert. Der Rest des Tages ist mit Einkaufen, kleineren Checks, Autos tauschen gut ausgelastet. Das letzte Crew-Mitglied erreicht uns 1845 pünktlich zum ersten gemeinsamen Abendessen. Müde von der Anreise schaukelt uns der Schwell im Hafen schnell in den Schlaf.
Die Blog-Aktualisierung lässt leider noch auf sich warten. Unsere Hauptausrede diesmal ist, dass der gedachte Workflow mit unseren aktuellen Kameras leider noch hakt und/oder auf Landstrom basiert, der uns aber seit 2 Tagen fehlt ¬ wir arbeiten mit Hochdruck an Besserung.

Tag 2: 11.08. Okkludiertes Segeln
Die kleine neue Crew findet schnell zusammen. Wir wechseln als erstes das Vorsegel, um beim angesagten Spitzenwind von 20–30kn etwas agiler in den Scheren reagieren zu können und suchen uns für den ersten Tag einen Hafen in etwas kürzerer Entfernung. Sicherheitseinweisung und ein paar Probemanöver, um sich mit dem Schiff vertraut zu machen, sollen ja auch ihre Zeit bekommen.
Da wir den perfekt ausgewogenen Gendermix an Bord schon umgesetzt haben, widmen wir uns der nächsten gesellschaftlichen Herausforderung und führen das okkludierte Segeln ein. Das Wetter wechselt alle 30 min und bietet das volle Programm, Starkwind, Schwachwind, Sonne und auch etwas Regen.
Leider erkrankt die Crew an akuter Frischluftvergiftung. D. h. nach dem üppigen Abendessen fallen wir direkt in die Koje – was auch sehr gut ist, immerhin ist morgen frühzeitiges Aufstehen angesagt, es erwartet uns ein schönes Stück pures Schärensegeln.

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